BETRACHTUNG EINER MÖGLICHKEIT,
WIE RAUM UND ZEIT ENTSTEHEN KONNTE



Raum und Zeit

Wie entsteht Raum und Zeit?

Das „Erschaffen“ von endlichem Raum und endlicher Zeit.

Das „Erschaffen" von unserem Raum und unserer Zeit

 







Raum und Zeit

Wie entstehen Raum und Zeit? Was ist hinter dem Raum, über der Zeit? Gibt es nur einen Raum, eine Zeit? Es sind Fragen, die jenseits von uns bekannter Erfahrung führen. Werden sie wohl jemals beantwortbar sein, d.h. kann je ihr Sein und ihr Wirken erfasst werden? Unmöglich scheint dies zu sein, zu sehr erfahren wir uns alle voll und ganz in Raum und Zeit eingebettet. Würden diese Komponenten fehlen, wäre unsere Wahrnehmung von Realität komplett eine andere. Nicht vorstellbar anders würde es sein! – eine solche Reaktion entspringt normalerweise dem in engen Grenzen gehaltenen Verstand.

Ist es wirklich so unvorstellbar – eine andere Art von Realität zu erleben? Eine andere Erfahrung von Raum und Zeit? Nein, ist es nicht. Nachtnächtlich werden wir in Träumen mit einem anderen Verhalten von Raum und Zeit konfrontiert. Wenn wir uns in klarer Weise an die Träume erinnern, können sie detailreich Aufschluss geben, wie Realität sonst noch sein könnte. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft können ineinander übergehen, verschmelzend und wieder lösend, in vollends verrückter Weise. Im Moment des Träumens ist dies real und vollkommen normal. Genauso normal ist es, wie sich der Raum in einer Weise verändern kann, wie es hier in der Wachrealität nie möglich scheint. Im Traum kann in einem Augenblick von einem Ort zu einem anderen gewechselt werden, kann ein Ereignis übergangslos in ein völlig anderes hinüberwechseln, ein Vorgang, der für den Träumenden vollkommen normal und auch folgerichtig ist. Erst im Wachzustand erscheinen solche Zeit- und Raumverschiebungen als paradox, als etwas Ungewöhnliches, Surreales.

Ähnlich frei vom bestehenden Gefüge von Raum und Zeit wird das menschliche bewusste Sein (unser normales Wahrnehmungsvermögen dieser Realität), wenn bewusstseinserweiternde Substanzen dem Körper und dem Geist zugeführt werden. Bestehende Wahrnehmungsgrenzen beginnen sich zu weiten, die engen Grenzen von Raum und Zeit öffnen sich, unmöglich Scheinendes wird erfahrbar und erlebbar.

Eine andere Möglichkeit, durch das bestehende Raum und Zeitgefüge hindurch in erweitertes Sein hineinzugelangen, bietet sich in Meditationssitzungen an.

Eine weitere Variante bietet das Leben selbst. Andauernd beschert uns das Leben Momente, in denen das normale Tagesbewusstsein einem entrückten Bewußtsein Tür und Tor öffnet, 
manchmal leicht, manchmal heftig. Vielleicht nur für kurze Sekunden, vielleicht für lange Stunden – für Tage. Ist ein solches Ereignis nicht mit zu viel Angst oder anderem emotionalen Stress verbunden, wird es möglich, Raum und Zeit vollkommen neuartig zu erfahren. Naturgemäss unterdrücken manche Menschen solche Erfahrungen sofort; anderen Menschen können sie wichtige Hinweise und Antworten auf längst gestellte Fragen bescheren.


Wie entsteht Raum und Zeit?

Eine von unendlich vielen möglichen Erkenntnissen möchten wir mit Hilfe der Geometrie in diese Realität hineinbringen.

Es gibt einen ALLRAUM, eine ALLZEIT. Sie sind unendlich in ihrer Entfaltungskraft. ALLES ist in ihnen möglich, auch der NICHT-ALLRAUM, die NICHT-ALLZEIT, ein unendliches NICHTS. In einem unendlichen Nichts ist das gesamte Potential von Raum und Zeit vorhanden, wie in einem unendlichen ALLEM das ganze Potential von Nichts enthalten ist.

So kann einem „unabhängigen“ Betrachter das unendliche ALLES als eine absolute Leere erscheinen und im nächsten Augenblick als etwas absolut Erfülltes – ohne dass zwischen diesen Umständen auch nur die kleinste Diskrepanz aufscheinen würde; beide sind unendlich stimmig und wahr.
Diese Wahrheit schimmert auch in unsere Realität hinein.  

Betrachten wir das Weltall, so erscheint es einerseits unendlich gross und fast leer und ist trotzdem erfüllt von Trillionen von Galaxien. Das Gleiche spiegelt sich im atomaren Bereich wider. Zwischen den Elektronen und dem Atomkernen herrschen solch riesige Abstände, dass der Raum, den sie einnehmen, praktisch leer erscheint. Aus unserer Sicht und unserem Grössenverständnis von Raum ist derselbe Raum so unerträglich dicht mit Atomen gefüllt, dass wir nicht mehr hindurch 
sehen können, geschweige denn durch solche Ansammlungen von Atomen = Materie hindurchgehen können, obwohl zwischen den einzelnen Atomen ungeheuer viel leerer Raum zu finden ist.

In einem unendlichen ALLRAUM und in unendlicher ALLZEIT tritt ein höchst bemerkenswerter Umstand auf. Raum und Zeit können nicht definiert werden! Es ist unmöglich, und zwar wegen des einfachen Sachverhalts, dass es unendlich viele Raumvariationen und unendlich viele Zeitvariationen gibt. Somit gibt es unendlich viele Wahrheiten von Raum und Zeit. Und alle sind stimmig – auch wenn sie sich als vollkommen konträr zueinander erweisen sollten.

Somit ist auch Bewußtsein, das in einem solchen Umfeld beheimatet ist, unendlich in seiner Ausdehnung und seinem Wahrnehmungsvermögen. Jeder „Gedanke“, jedes „Gefühl“, jeder „Wunsch“, jede „Kreation“ ist unumschränkt möglich, realisierbar in unendlichen Variationen von Möglichkeiten. Jede Absicht kann sofort realisiert werden oder sogar früher als gedacht, oder auch erst in unendlich ferner Zukunft an einem unendlich fernen Ort.

Um in einem solchen Umfeld eine Definition von Zeit und Raum erkennbar und erfahrbar werden zu lassen, wird der angestrebten Definition entsprechend Raum und Zeit „erschaffen“.

Eine solche Absicht hatte wohl mit zur Folge, dass eine Realität von Raum und Zeit erschaffen worden ist, in der wir Menschen uns in unseren wachen Zeit aufhalten und nun unsererseits am Ergründen sind, was Raum und Zeit eigentlich sind und wie sie auf uns wirken. Der ganz eigentümliche Genuss an dem ganzen Prozess ist wohl der, zu erfahren, wie es ist, in Raum und Zeit „eingeklemmt“ zu sein, ihre Begrenzungen zu erfahren.

Das „Erschaffen“ von endlichem Raum und endlicher Zeit 

Im unendlichen Sein von ALLEM gibt es die Unterscheidung von Raum und Zeit nicht, beides ist unendlich gleich. So musste etwas Gleiches in zweifacher Weise erscheinen.
Wir nehmen das Licht als ein ideales Beispiel, um mit Hilfe der Geometrie zu erklären, wie Raum und Zeit aus dem unendlich gleichen Sein erschaffen worden sind.

Die Quantenphysik erkennt das Licht sowohl als eine Welle wie auch als ein Teilchen. Licht ist zugleich Energie wie auch Information. Dies zeigt sich im elektromagnetischen Spektrum von Licht in profunder Weise. Welle und Teilchen können Raum oder Zeit sein wie auch Energie oder Information. Entsprechend sind sie in ihrem Wesen auch elektrisch oder magnetisch. Jedoch kann eine „Neigung“ zu einem der beiden Zustände postuliert werden.

Licht als Teilchen, als Lichtphoton erkannt, eher als Energie hervortretend, kann geometrisch als ein Kreis dargestellt werden; dies reflektiert ideal den Raum.
Licht als Welle erkannt, eher als Information hervortretend, kann geometrisch als Gerade dargestellt werden; dies reflektiert ideal die Zeit.

Eine weitere Eigenschaft kann diesem Licht zugesprochen werden. Im kleinsten wie im grössten Teil seiner selbst enthält es die gesamte ursprüngliche Information und Energie. An jedem Ort zu jeder Zeit.

Wer oder was den Impuls gegeben hat, das „Experiment“ von Raum und Zeit zu erschaffen, kann leider nicht so einfach beantwortet werden, denn die potenziellen Vorgeschichten sind unendlich mannigfaltig. Dass es initiiert worden ist, ist für uns Menschen recht offensichtlich.


Die Absicht, Raum und Zeit zu erschaffen, erzeugt im unendlichen Sein (noch heute) einen auslösenden Impuls. In einem nicht definierbaren Raum ohne Zeit tritt das erste Lichtquant hervor.

Ein Kreis/eine Kugel (Raum) und ein Punkt (die noch nicht bewegte Zeit) sind aus dem „Nichts“ heraus erschaffen worden.

In sich tragen sie die Absicht, sich möglichst rasch und effektiv in den unendlichen Raum hinein auszuweiten. Und zwar in einer Weise, dass sich ihr Ausbreiten als Raum und Zeit definieren lassen kann. Dies ist der Moment, in welchem die „heilige“ Geometrie mit hervortritt. Sie lässt es möglich werden, dieser ungeheuren Entfaltungskraft und Ausdehnungsdrang Struktur zu verleihen.

Die ersten Schöpfungsmomente breiten sich über räumliche Geometrieformen aus, die für uns Menschen – wohl noch für einige Zeit – nicht begreifbar und erkennbar sind.

Am Beispiel des uns bekannten elektromagnetischen Spektrums möchten wir diese Behauptung detaillierter ausführen. Zur Zeit bewegt sich das für unsere Realität relevante elektromagnetische Lichtspektrum zwischen den Wellenlängen (in m) von 10-15 (Gammastrahlung) und 107 (niederfrequente Wechselströme). In diesem Bereich von Wahrnehmung lässt sich auch unsere heute bekannte heilige Geometrie mit ihren Urformen des Ikosaeders, Dodekaeders, Oktaeders, Würfels und Tetraeders anordnen.

In dem Moment, in welchem das erste Lichtquant aus dem Nichts in Erscheinung tritt, beträgt die Spannweite des gesamten „elektromagnetischen“ Lichtspektrums 10-∞(minus unendlich) und 10 (plus unendlich). Also jenseits unserer möglichen Wahrnehmung - entsprechend ist ihr eine „heilige“ Geometrie mitgegeben, die ∞ (unendliche) Variationen von Formen zur Verfügung hat, um sich auszuweiten.

Somit nehmen wir in dieser Abhandlung den Faden erst ab dem Moment wieder auf, da sich die Ausweitung von Raum und Zeit soweit „abgekühlt“ hat, um im Bereich der Wellenlängen 10-15 bis 107 räumlich und zeitlich Fuss zu fassen.

Anzufügen ist: Obwohl das Licht in unserer Realität zur Zeit „nur“ noch in der Bandbreite von 10-15 bis 107 wahrgenommen wird, trägt es trotzdem seine „ganze“ Information und Energie in sich. Für uns ist es jedoch nur in der oben beschriebenen Bandbreite wahrnehmbar.

Dies ist mit ein Grund, wie es praktikabel wurde, uns Menschen von soviel Information und Energie „abzutrennen“; es zeigt quasi auf, wie es möglich wurde, uns einen Schleier über die Erinnerung „anzulegen“. Oder anders ausgelegt, wie es möglich wurde, eine Realität zu erschaffen, in der Information und Energie nur begrenzt erfahrbar und erlebbar sind.

Weiter wird erkennbar: Zwischen unserer Realität und der „Unendlichen Realität“ liegen viele, viele Ebenen/Dimensionen. Jede von ihnen umfasst eine erweiterte oder kleinere „begrenzte“ Bandbreite von Information und Energie. Damit erschafft sich jede Ebene ein eigenes Erfahrungs- und Erkenntnisspektrum. Entsprechend verhalten sich Raum und Zeit auf jeder Ebene in leicht unterschiedlicher Weise.

Dies zeigt weiter auf: Wir leben in einem eigenen Raum-Zeitgefüge und sind zugleich umgeben von vielen, vielen weiteren Raum-Zeitgefügen, um uns und in uns.

Das „Erschaffen von unserem Raum und unserer Zeit

Auch in diesem relativ kleinen Teil der gesamten Schöpfung beginnt das Auftauchen von Raum und Zeit mit einem Lichtquant.

Jetzt ist die Frage, ist der Lichtquant unermesslich gross oder unermesslich klein? Geschieht die Raum-Zeitentfaltung inwärts oder entfaltet sie sich aus sich heraus? Beides geschieht. Je nachdem, wie der Fortgang betrachtet wird, wird das eine oder das andere erkannt.

Die eine Betrachtung ergibt ein Ausweiten: Aus 1 Lichtquant werden zwei.
  

Hier sehen wir einen möglichen ersten Schritt, um den Raum auszuweiten.

Mit dem Ausweiten wird der Raum grösser und umgibt beide Lichtquanten.

 

Die andere Betrachtung ergibt ein Insichgehen: Die ursprüngliche Raumgrösse bleibt gleich.

 

Aus einem Lichtquant werden zwei kleinere, die im grösseren Platz finden.


Beide Dynamiken entfalten sich und die Art, wie wir den Raum erfahren, messen, ausloten, wird aufzeigen, ob er sich ausweitet oder immer dichter wird.

Das Gleiche gilt für die Zeit. Je nachdem, welchem Fortgang die intensivere Beachtung gewährt wird, verhält sich die Zeit entsprechend – sie geht vorwärts von der Vergangenheit in die Zukunft oder rückwärts von der Zukunft in die Vergangenheit und zugleich ist „jederzeit“ immer „ALLES“ (die ganze Zeit) mit dabei, in einer immerwährenden Gegenwart.

Dies lässt weiter erkennen: An jedem Ort im Raum, in jedem Augenblick der Zeit, geschieht die „Erschaffung“ des Raums und der Zeit unserer Realität gerade jetzt.




Mit welcher Geometrie wurde der Raum und die Zeit unserer Realität erzeugt? 
Sobald innere Impulse und Anregungen mein Handeln anstossen werden, wird dieses Thema weiter ausgeführt.

Anmerkung vom 20.08.2008:
Um all dies zu beschreiben, entstand ein vollständiges Buch. Sein Titel lautet: Vom ewig beginnenden Ende, erschienen am 20.08.2008 im Verlag AnOA-edition (www.anoae.org)
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